interform – portraits (2011)

:: Entanglements, mechanic manipulation and selective blow-ups alter an image. For my „interform portraits“ I make use of all those techniques: I manipulate the scanner in a way, that the electric-electronic machine produces new images contrary to it s practical use, recording existing images.

A deliberately produced failure opens up a normally hidden gap into a strange visual world. A provoked, but in some sense also originated in the machine „autonomous“ process produces a new image sui generis from one or several medium format slides. This way an otherwise suppressed „creativity“ of the machine is provoked beyond the typical usage and the technology gains an individual quality, which the artist can only partly influence by the slides’ selection and disposition.

The new images create moods, which have not been perceivable before. They disclose and highlight details and direct the beholder’s gaze into its inwardness. The formerly realistic picture starts floating in an imaginary space and lets the thoughts run freely. (hajo schiff / sabine von traubenberg).

:: verknäuelungen, mechanische manipulation und selektive vergrößerungen verfremden ein bild. Alle diese mittel setze ich bei meinen „interform portraits“ ein: ich beeinflusse den scanner so, dass die elektronisch-elektrische maschine gegen ihren praktischen zweck – der erfassung existierender bilder – neue bilder produziert.

ein absichtlich herbeigeführter fehler öffnet einen sonst verborgenen spalt zu einer fremden bildwelt. ein zwar veranlasster, aber in mancher hinsicht auch maschineneigener „selbständiger“ prozess macht aus einem oder mehreren mittelformatdias ein neues bild eigener art. So wird über den üblichen nutzen hinaus der maschine eine sonst unterdrückte „kreativität“ entlockt und der technik eine individuelle qualität gegeben, die der künstler nur durch die auswahl und die disposition der dias bedingt beeinflussen kann.

die neuen bilder erzeugen vorher nicht wahrnehmbare stimmungen, offenbaren und betonen details und lenken den blick des betrachters in die eigene innerlichkeit. die vormals realitätsgetreue abbildung beginnt so im imaginären raum zu schweben und schafft den gedanken freien auslauf. (hajo schiff / sabine willerich)